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| Die Meersburg: Ein Führer für Kinder | ||||
| von der 4.Klasse der Grundschule Winterspüren | ||||
| Die
Meersburg Die Meersburg hat man im 7. Jahrhundert erbaut. Weil sie auf einer Felsnase steht, ist sie eine Höhenburg. Um sie herum entstand die Stadt Meersburg. Bei Gefahr wurden die Einwohner in der Burg geschützt. In die Burg kommt man nur über die Zugbrücke, weil man sonst in den 14 Meter tiefen Burggraben fällt. Im Vorraum der Burgsind über dem Tor noch die Räder zu sehen, über die die Zugbrücke hochgezogen wurde. |
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| Die
Feuerwehr Die Feuerwehr war in der Burg ganz wichtig. Wenn es brannte, rannten alle los, um die ledernen Feuerwehreimer zu holen. Heute hängen sie im Eingangsbereich der Burg unter der Decke an langn Stangen. Die Burgbewohner mussten mit den Eimern zum Brunnen laufen, sie mit Wasser füllen und dann das Wasser in das Feuer gießen. Wenn die Burg belagert und beschossen wurde hatten die Verteidiger die mit Wasser gefüllten Eimer direkt bei sich stehen, damit sie direkt löschen konnten, wenn ein Brandpfeil angeflogen kam. |
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| Die
Burgküche Im Mittelalter war die Burgküche sehr einfah eingerichtet. Die Vorräte lagen in großen Tongefäßen. Es gab ein großes, offenes Feuer, in das große Töpfe zum Kochen gehängt wurden. An Festtagen oder bei Turnieren mußten die Küchenjungen in der Küche ein Schwein am Spieß drehen und braten. Im Butterfass wurde der Rahm von der Milch so lange gerüttelt, bis aus ihm Butter wurde. Wir haben das in einem Marmeladenglas in der Schule auch gemacht mit Rahm von Böschs Milch. Ein Kind musste das Glas immer wieder schütteln, und wenn der Arm lahm wurde, gab es das Glas weiter. Die Butter war köstlich. Frau Kemper hat sie aufs Knäckebrot gestrichen. In der Burgküche wurde in einem Holzbottich gespült. Das schmutzige Wasser wurde über die Fensterbank nach draußen gegossen. An der Wand hingen Backformen. |
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| Das
Klo auf der Burg Leider gibt es auf der Meersburg kein Burgklo zu besichtigen. Aber wir haben herausgefunden, wie es früher auf den Burgen war: Das Klo war ein Häuschen, das außen an die Burgmauer angebaut war und das nach unten offen war: Alles fiel nach unten in den Burggraben. Deshalb wollen wir bei einer Wasserburg nicht gerne im Burggraben schwimmen. Es stank da sicher auch schlimm. |
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| Der
Waffensaal Der Waffensaal war das Fitnessstudio der Ritter. Dort trainierten sie regelmäßig, damit sie im Krieg oder bei Turnieren fit waren. Denn sie brauchten viel Kraft, wenn sie in der Rüstung gingen oder etwa aufs Pferd klettern mussten. Dafür brauchten sie extra eine Leiter. Ihre Diener mussten ihnen helfen. Sie klapperten bestimmt ganz laut. An den Wänden des Waffensaals stehen heute viele Rüstungen. In den Schränken sieht man viele verschiedene Waffen. |
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| Der
Brunnen Mir hat an der Meersburg am besten der tiefe, große Brunnen gefallen. Der alte Brunnen hat mich sehr beeindruckt, weil ich mir gar nicht vorstellen kann, dass die Menschen im Mittelalter ohne Bagger und Maschinen so einen tiefen Brunnen graben konnten. Der Brunnen ist 27 Meter tief und erreicht den Wasserspiegel des Bodensees. Die Frauen mussten auch sehr stark sein, denn sie mussten den schweren Eimer aus Eisenund Holz mit Wasser darin hochziehen, das war gar nicht so einfach. Der Eimer hing an einer Kette. Sie wurde mit einer Kurbel aufgewickelt. Damit keiner in den tiefen Brunnen fällt, liegt jetzt ein Gitter obendrauf. In dem Brunnenschacht hängt heute eine Lampe, damit man sehen kann, wie tief der Brunnen ist. Das Wasser unten im Brunnen konnte man nur schlecht sehen. Dafür sah man das Moos. Der Brunnen in der Burg war ganz wichtig, dass die Leute Wasser hatten, wenn sie belagert wurden. Sonst hätten sie sofort aufgeben müssen oder wären verdurstet. |
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| Die
Schmiede Die Schmiede war eine wichtige Werkstatt in der Burg, denn die vielen Pferdemussten mit Hufeisen beschlagen werden. Die Ritter brauchten einen guten Schmied, damit sie gute Waffen und eine sichere Rüstung bekamen. An dem Feuer, an dem das Eisen erhitzt wurde, hängt ein riesiger Blasebalg. Der Blasebalg sorgte dafür, dass die Gut immer schön heiß blieb. Der Schmied wurde auch gut bezahlt und belohnt, wenn er gute Sachen gemacht hatte. Aber es brauchte bei seiner Arbeit viel Kraft und er mußte sehr schwitzen, denn das Eisen war ja sehr heiß. |
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| Der
Rittersaal Im Rittersaal auf der Meersburg steht ein langer Tisch mit langen Bänken daran. Hier fanden die großen Festessen statt. Auf dem Tisch steht ein ausgehöltes Tierbein, aus dem getrunken wurde. Es tranken immer mehrere Leute aus einem Becher. Beim Essen aßen alle aus einer Schüssel, meistens mit den Händen. Die Tisch sitten waren so schlimm, dass man Bücher schrieb, wie man sich beim Essen benehmen soll. Man soll nicht aus der Schüssel saufen, sich nicht über die Schüssel hängen und wie ein Schwein essen, schmatzen und rülpsen. Die Nase soll man nicht mit dem Tischtuch putzen und sich nicht kratzen. Vor dem Trinken soll man sich den Mund abwischen und nicht mit vollem Mund trinken. Mit dem Messer darf man nicht in den Zähnen bohren und nicht so gierig essen, dass man sich in den Finger beißt. Wenn man in ein Hühnerbein gebissen hat, soll man es nicht angebissen wieder in die Schüssel zurücklegen. Und vor dem Essen soll man sich waschen und beim Essen nicht in der Nase oder in Ohren und Augen bohren. An den Wänden hängen im Rittersaal Geweihe und Felle von erlegten Tieren an der Wand. Wenn es ein großes Fest gab, spielten Musikanten beim Essen. Es gab dann Wein aus wertvollen Bechern und viel Fisch und Fleisch. Sonst aßen die meisten Ritter meistens Brei aus Erbsen und Getreide. |
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| Das
Schlafzimmer Früher schliefen die Ritter und Burgfrauen zu mehreren in einem Bett. Dadurch konnten sie sich gegenseitig wärmen, denn die Schlafzimmer in der Burg waren nicht beheizt. Über dem Bett hing Stoff, der "Himmel". Er schützte die schlafenden Leute vor Ungeziefer, das an der Zimmerdecke krabbelte. Es konnte nicht auf sie runterfallen. Rings um das Bett hingen auch Vorhänge. Man konnte sie zuziehen, das war ein bischen Schutz vor der Kälte. |
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| Der
Geheimgang Der Geheimgang führt vom Pferdestall aus durch die Erde bis an das Ufer des Bodensees. Er ist fast einen Meter breit. Am Bodensee lag dann ein Boot, mit dem man Hilfe oder Lebensmittel holen konnte, wenn man belagert wurde, denn es gab ja noch kein Telefon. Natürlich musste das Ende des Geheimgangs gut getarnt sein, denn wenn die Feindees gefunden hätten, hätten sie ja auf diesem Weg in die Burg kommen können. Die Idee zu diesem Geheimgang hatte ein Ritter. Er machte die Pläne, und 400 Bergleute bauten den Gang. Schade, dass wir nicht hineinkriechen konnten. |
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| Der
Palas Der Palas war das Wohnzimmer der Ritter. Hier bekamen sie Besuch und hörtenzu, was ihnen die Sänger vorsangen oder was Reisende erzählten. Dann freutensich alle auf der Burg, denn es gab ja kein Radio und keinen Fernseher, woher man was Neues hätte erfahren können. An den Seiten der Fenster stehen Bänke aus Stein. Darauf liegen Tierfelle, so dass es beim Sitzen und Rausgucken nicht so kalt war. Als wir im Palas waren konnte man leise Musik hören, wie sie im Mittelalter auf alten Instrumenten gespielt wurde. Im Winter wurden die Fenster mit hölzernen Läden und Tierfellen verhängt, dann war es ganz dunkel im Raum. Und kalt war es trotzdem. Wir habenauch gefroren, obwohl jetzt Fensterscheiben drin sind, denn die Wände sind ganz dick, fast drei Meter. |
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| Die
alten Bücher Die alten Bücher, die wir auf der Meersburggesehen haben, sind außen mit Fellen oder Häuten von Tieren bespannt. Sie sind viel dicker als die meisten Bücher heute. Sie wurden von Mönchen in den Klöstern von Hand geschrieben mit besonders schöner Schrift. Die Mönche malten auch dazu. Besonders schön und groß malten sie die Anfangsbuchstaben auf der Seite. Oft schrieb ein Mönch sein ganzes Leben lang an einem Buch. Die Mönche schrieben die Bibel ab oder schrieben die Abenteuer von Helden auf. Das Papier war auch handgemacht. Die Bücher sind sehr wertvoll. Weil sie so alt sind, gibt es nur noch wenige. |
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| Das
Wappen Wir habne auf der Meersburg viele Wappen gefunden. Sie hingen als Fahnen an den Wänden oder waren an die Wände gemalt. Ganz viele Wappen kann man im Durchgang auf der Burg sehen. Auch auf Stühlen, Schränken und auf Waffen haben wir Wappen gefunden. Das Wappen ist zum Beispiel auf einem Schutzschild und zeigt an, zu welcher Familie der Ritter gehört und wie der RItter sein wollte: wie ein Adler oder ein Bär. Im Kampf musste man genau nach den Wappen gucken, damit man wusste, wer der Feind war, sonst hätte man noch die eigenen Leute getötet. Denn in der Rüstung konnte man ja nicht erkennen, wer darin steckte. |
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| Das
Burgverlies In einem Zimmer ist in der Mitte des Bodens ein großes Loch, durch das man nach unten schauen kann.Unten ist das Gefängnis, das keinen Ausgang hat. Durch das Loch im Boden, das Angstloch heißt, wurden die Gefangenen nach unten abgeseilt. Entweder starben sie dort oder mußten gegen viel Lösegeld freigekauft werden. An den Wänden sieht man eingeritzte Zeichen von den Gefangenen. Sie haben für jeden Tag einen Strich in die Wand geritzt oder Wörter in die Wand geschrieben, zum Beispiel im Jahr 1527 hat einer auf lateinisch geschrieben: "Jesus meine Hoffnung" oder "Gib mir Frieden". wir haben versucht, uns vorzustellen, wie sich die Gefangenen gefühlt haben, wenn sie da unten kurz vor dem Sterben waren. Sicher gab es auf der Meersburg auch eine Folterkammer. Das hätte uns auch sehr interessiert. |
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Annette
von Droste-Hülshoff |
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| Der
Laden Im Burgladen landet man automatisch beim Rundgang durch die Burg. Es gibt ganz wertvolle und teure Sachen zu kaufen und auch billige Andenken und schöne Postkarten. Vor allem gibt es viele Bücher, gerade für Kinder, in dem Burgladen. Am besten gefiel mir ein Buch, das man ganz aufklappen kann, so dass es eine Burg mit zwei Etagen ist. Malbücher gibt es auch. Man kann auch für Kinder Rittersachen aus Holz kaufen. Wir haben unsere Rüstungen und Schwerter in der Schule selber gebaut aus Pappe und Holz. |
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